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Mead Richelle – Succubus Blues (Buch)

Posted by Art-Noir on Aug 3, 2009

Succubus BluesAutor: Richelle Mead
Titel: Succubus Blues –
Komm ihr nicht zu nah

Verlag: Ubooks
Geschrieben von: Nicole

Georgina Kincaid ist ein jahrhunderte alter Sukkubus (weibliche Form des Inkubus; ein Albträume verursachender, nachtaktiver Dämon, der Menschen im Schlaf in Form von erotischen Träumen erscheint – hier in dieser Geschichte funktioniert dies allerdings auch im Wachzustand), die im heutigen Seattle wohnt und in einer Buchhandlung arbeitet. Ihre grosse Leidenschaft nebst Tanzen und Männer für das Böse zu verführen, sind Bücher, vor allem die von ihrem Lieblingsschriftsteller, Seth Mortensen. Als unsterblicher Sukkubus, einer Dämonin, die im Auftrag der Hölle die Seelen von sterblichen Männern für das Böse gewinnen muss, lebt sie inmitten “normaler” Menschen und ihren wenigen Freunden, zwei Vampiren, ihrem Boss (ein Kobold) und ein paar anderen Figuren aus der Unterwelt und versucht sowenig aufzufallen wie möglich. Das ist allerdings, als atemberaubende und den Männern die Sinne raubende Schönheit in Form einer Gestaltwechslerin und ständig perfekt gekleideten Dämonin, nicht so einfach.

In diesem ersten Band der Georgina Kincaid Serie – Succubus Blues – (und gemäss Aussage der Schriftstellerin sollte diese Serie schlussendlich sechs Folgen haben) lernt man die Welt einer Frau, ähh Dämonin, kennen, die eigentlich nur eines will, ein ganz “normales” Leben, Liebe, Beziehung, Familie und Kinder. Da Sukkuben jedoch jedes mal, wenn sie einem Sterblichen zu nahe kommen, dessen Lebensenergie stehlen, ist es für Georgina ein Ding der Unmöglichkeit, sich auf einen Mann einzulassen ohne diesen schlussendlich umzubringen. Eine Zwickmühle, die sie im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zur Resignation treibt. Und trotzdem kann sie das flirten nicht lassen und ist von charmanten Männern angezogen und würde sie am liebsten auch gleich ausziehen, was dann wieder in der Natur des Sukkubus liegt.

Kurz zum Plot dieses Buches. Zu Beginn wird ein Vampir tot aufgefunden und der Oberdämon, Jerome und sein Freund Carter, ein Engel, vermuten, dass Georgina damit zu tun haben könnten. Diese muss sich nun wehren und geht selber auf Beweissuche. Ihre zwei Vampir-Freunde helfen ihr dabei, geraten aber bald darauf selber in Gefahr. Georgina vermutet hinter der Anschlagsserie einen Vampir-Killer à la “Buffy” oder ein Nephilim (ein gefallener Engel). Nebst dieser Hintergrund-Geschichte geht es allerdings vor allem um das, was Georgina in ihrem Alltag so alles anstellt. Sie lernt ihren Lieblings-Schriftsteller kennen, ein schüchterner Typ, der sich schriftlich besser auszudrücken weiss, als wenn es zu einem Gespräch kommt und gleichzeitig läuft ihr noch dieser gutaussehende, grosse und charmante Typ, Roman, über den Weg.

Während es ein einfaches ist, sich Seth, den Schriftsteller, vom Leibe zu halten, gelingt es ihr nicht so richtig, sich der Anziehung von Roman zu entziehen. Es beginnt ein Kräftemessen und es wird geflirtet was das Zeug hält. Dabei passieren in der “anderen” Welt immer wieder neue Ereignisse und Georgina muss nun vor dieser Gefahr auf der Hut sein, die alle Unsterblichen zu bedrohen scheint, und gleichzeitig versuchen, der sich entwickelnden Beziehung zu Roman einen Schlusspunkt zu setzen. Eine teuflische Sache.

Dieses Buch liest sich herrlich flott und ist in einem Atemzug durch. Die Hintergrundgeschichte, dass Georgina, der Sukkubus, eigentlich böse sein sollte, ist allerdings ziemlich flach und nicht wirklich nachvollziehbar. Im Gegenteil, wenn es nicht ab und zu erwähnt würde, dass die Sukkubi für das Böse arbeitet, würde man nicht wirklich viel Teuflisches in Georgina erkennen. Dann noch die Sache, dass ein Dämon und ein Engel befreundet sind und sich ständig wie ein altes Ehepaar zanken, kommt mir ebenfalls etwas schräg vor, aber egal, es gehört hier zur Geschichte. Ein kunterbuntes Gemisch aus Gestalten und Fabelwesen der Unterwelt mischen sich hier in das neuzeitliche Seattle und dienen als Charaktere.

Leichte Unterhaltung à la “Charmed”, “Buffy” oder “Angel”, die keine Gänsehaut bringt, niemanden um den Schlaf bringen wird und keine Schauer über den Rücken laufen lässt. Alles ganz harmlos und lieblich. Für alle also, die eine richtig düstere Dämonen- oder Horror-Geschichte erwarten, ist dieses Buch sicherlich zu seicht. Alle anderen, die gerne ab und zu während dem Lesen laut auflachen möchten und einfache, leicht verdauliche Lektüre suchen, sind mit Succubus Blues gut bedient.

Die Autorin, Richelle Mead, hat eine ganze Reihe weiterer “paranormaler” Fantasie-Romane, nebst dieser Serie, geschrieben. Unter anderem “Vampire Academy” und “Dark Swan”. Es gibt also genügend Material für romantische, Fabelwesen-unterlegte Sommer-, Herbst- und Winter-Lese-Stunden. Wie es mit Georgina Kincaid und ihren Freunden weiter geht, kann man im zweiten Teil, Succubus On Top, erfahren.

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Format: Taschenbuch 13,5 x 21 cm, 368 Seiten
ISBN: 978-3-86608-095-9

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